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Ibiza - Nachtleben
 
Wenn Sie den Rummel des Sonnenuntergangs erlebt haben, verstehen Sie langsam aus welchem Grund man im Sommer tatsächlich nach Ibiza kommt: das Nachtleben. Die Bars in Ibiza Stadt, die man vor dem Diskothekengang besucht liegen Wand-an-Wand am Hafen. Base Bar, K-Ube, Angelo, und Tango sind nur einige wenige Beispiele. In San Antonio gibt es noch viele mehr. Cafe Mambo, Bar M, Sunsea Bar, und Savannah. In Playa D'en Bossa gibt es Bora Bora und Tantra, um einige Namen zu nennen. Es gibt einige trendige Hotels mit netten „vorher Bars“, wie El Hotel (Pacha) und Es Vive Hotel. Und dann gibt es natürlich die Diskotheken: trendig wie Pacha und Penelope. Oder auch solche, die versuchen zu den Top Discos zu gehören, aber es nicht wirklich schaffen, wie El Divino Extravagante Diskotheken mit riesiger Kapazität, sind Privileg und Amnesia. After Diskotheken: Space, Lucifer, und DC10. In San Antonio gibt es das Eden oder Es Paradis .

Wie soll man das ibizenkische Nachtleben beschreiben? Im Sommer ist auf der Insel einfach gar nichts politisch korrekt, alles ist einfach nur ausschweifend. Diese exzessive Stimmung lässt sich sehr gut vermarkten. Je extravaganter die Discotheken sind, umso besser kann Spanien die Insel vermarkten und Touristen von seiner Ostküste in dieses kleine Utopia locken. Pacha und Amnesia ziehen mehr Touristen nach Ibiza als die Strände. Eine gute Bräune kann man im Sommer auch an anderen Orten bekommen. Warum sollte man der Sonne Willens nach Ibiza reisen?

Ibiza ist nicht gerade groß. 45 Km lang und 25 Km breit., mit 100.000 Einwohnern das ganze Jahr über. Im Sommer tummeln sich dort etwa 1000000 Discofreaks die die dortige Infrastruktur belasten.

Was man dort „Nachtleben“ nennt ist einfach großartig und kreativ (oder weder großartig noch kreativ). Ideen werden in Konzepte und Themen verpackt und vermarktet. In Ibiza gibt es unendlich viele dieser Ideen. Wessen Idee war doch gleich die von einer 22-Stunden Party? Schaumparties? Eine Party auf der die Tanzfläche zum Pool wird und jeder seine Klamotten auszieht und hineintaucht? „Flower Power“ Parties und „Dirty Diamond“ Parties? Wer stellte Fat Boy Slim hinter die Plattenspieler auf den Toiletten? Und wer hatte auf der Bühne einer der größten Diskotheken der Welt Sex mit seiner Frau und nannte dies Manumission? Wer kam auf die Idee ein Team von PR-Mädels „oben ohne“, mit einer riesigen glitzernden Kirsche, auf dem Strand herumlaufen zu lassen?

Wer entwickelte die optischen Experimente, die in fast allen größeren ibizenkischen Einrichtungen zu finden sind: die Spektakel, Shows und Tänzer, magische VIP Zonen, die über die Menschenmassen geliftet werden, sodass man einen Blick auf den tanzenden Menschenfluss auf der Tanzfläche hat, die Innen-Feuerwerke und das glitzernde Konfetti? Wie kann es sein, dass man auf dieser winzigen Insel den verblüffendsten Sound hat und man dort die besten DJ’s der Welt findet?

Irgendjemand hatte diese Ideen, die er dann erfolgreich entwickelte und vermarktete. Es sind jene markanten Ereignisse in den verschiedenen Diskotheken auf Ibiza, über die die Leute noch Jahre später sprechen, die wirklich einschlugen wie eine Bombe. Ideen schaffen und Fantasien kreieren und leben - das ist der Stoff aus dem das Nachtleben/Entertainment gemacht ist. Es lässt Ihre Fantasie verrückt spielen. Es entführt Sie aus Ihrem täglichen Leben. Es bietet viele Möglichkeiten. Ibiza hat all dies zu bieten - und das ist es auch was die Insel so magisch macht.


Text courtesy of ‘Ibiza Virgin: A study of the island and its clubbing cluture’ by Jennifer Eric
 

Die Konkurrenz zwischen den Diskotheken ist hart, denn sie sind auf die Touristenmassen der Saison angewiesen, die alles in kürzester Zeit sehen und erleben möchten. Der Kundenstamm wechselt mehrere Male während einer Saison, selbst innerhalb einer Woche. Täglich gibt es neue Ankömmlinge und Abreisende. Außerdem gibt es unendlich viele Orte zur Unterhaltung; die Zahl der Diskotheken und Bars auf der Insel ist schwindelerregend. Die größten Diskotheken sind etabliert, stark, haben große Kapazitäten und verfügen über einen mystischen Ruf. Sie leben für die Sommersaison und haben eine aggressive Werbestrategie. So gut wie jede große Diskothek verfügt über einen DJ Superstar PR Teams und bunte, kreative und tanzende Mitternachtsparaden sorgen für Aufregung.


Es ist schwierig die La Troya Parade zu überbieten, die durch den barüberfluteten Hafen von Ibiza Stadt flaniert und zeigt, was einen später in Amnesia erwartet. Farben, Federn, grosartige Tänzer und aufgetakelte Transvestiten lassen jeden Zuschauer nach Luft ringen und nach ihren Kameras greifen, um diesen Moment zu verewigen. Es ist schwer gegen die Macht der zahlreichen Einrichtungen auf der Insel zu konkurrieren: mit professionellen Mitarbeitern, erfahrenen Werbeleuten und einem extrem motivierten Team mit verrückten, farbenfrohen Ideen die ankommen. Sie alle versuchen mit ihrem Können in der Hochsaison die Kunden anzuziehen und den Jahresumsatz zu machen.

In den 80er Jahren erlebte Ibiza seinen absoluten Höhepunkt, jedoch erlebt die Insel verschiedene Wellen mit immer neuen Booms über die Jahre hinweg. Umsätze fallen, um dann wieder anzusteigen. In den späten 90ern schienen die Veranstalter verzweifelt und sahen keine Möglichkeit die einst erzielten Umsätze wieder einzubringen, und zu diesem Zeitpunkt kamen dann auch ausländische Promotoren, „Megamarken, furchtbare Musik und Null-Aufwand, mit denen man die Magie und den Glamour der 80er ersetzte. Um Ibiza wieder richtig attraktiv zu machen musste diese mystische und glamouröse Atmosphäre geschaffen werden. Man gebe sich also die Mühe!

Ibiza wird häufig mit Las Vegas verglichen und man versteht auch sofort warum. Das Konzept einer kleinen Insel mit unendlicher Unterhaltung ist ebenso unglaublich, als wollte man ein Disneyland für Erwachsene inmitten der Wüste Nevadas errichten. Danny Whittle, Manager der Pachakette meint dass die Insel ihrem amerikanischen Pendant immer ähnlicher sein wird. „Nicht als Abklatsch, sondern vollwertig anerkannt.“ Ein Ort, an dem man großartige Nächte verbringt, wo es tolle Strände gibt– das ganze Programm eben.


Text courtesy of ‘Ibiza Virgin: A study of the island and its clubbing cluture’ by Jennifer Eric

1. Pacha:
Pacha ist ein Original aus Ibiza, eine der fest eingesessenen Discotheken, und die Erste, die schon 1973 ihre Türen öffnete. Großzügige Räume, mit toller Struktur und Aufteilung, von überall leichter Zugang zu sämtlichen Räumen, selbst von der Dachterrasse aus und ein ausgezeichnetes Soundsystem. Pacha beeindruckte mich sofort, obwohl ich es an einem Montag im Mai kennen lernte. Die meisten anderen Diskotheken hatten noch nicht geöffnet und würden es auch noch einen Monat lang nicht tun – somit hatte man den Eindruck, dass die Insel etwas ausgestorben war. Trotzdem war die Tanzfläche im Pacha voll und die Atmosphäre war unglaublich energiegeladen. Der DJ wusste genau wie er das Publikum in Ekstase brachte. Es reagierte auf jeden Übergang. Jedes Mal wenn die Musik wechselte, hörte man ein Raunen und jedermann hob seine Hände in die Luft - wo kamen nur all diese Leute her? Die schlafen wahrscheinlich alle tagsüber.

Pacha kann in seinen drei Räumen mit unterschiedlichem Ambiente, abgesehen von der Dachterrasse, die das Pacha Hotel „El Hotel“ überragt, etwa 3000 Gäste aufnehmen. Pacha ist bekannt für seine House Musik (bietet jedoch immer mindestens eine Alternative) und berühmten DJs wie Eric Morillo, Roger Sanchez, Frankie Knuckles und David Morales. Jede Nacht in der Woche sind Parties unter verschiedenen Themen angesagt, immer mit den o.g. DJs aber auch mit Musikproduzenten wie Defected Records oder Ministry of Sound. Hip Hop und Namen der Alten Schule wie Trevor Nelson (MTV), Neneh Cherry und Jade Jagger mit ihrem ‘Jezebel’ findet man im Global Room Einmal im Monat (zweimal im August) feiert Pacha die „Original Flower Power Party“ mit Disco- und 80er Jahre Musik, und der passenden Dekoration.

2. Space:
Space wurde 1988 als normale Diskothek eröffnet, wandelte sich dann aber selbst zu dem „After Hours“ Ort. Space befindet sich in Playa D’en Bossa, nur 5 Minuten von Ibiza Stadt entfernt. Obwohl es weitgehend als ein „After Hours“ Lokal bekannt ist, veranstaltet es auch „normale“ Diskonächte. Sonntags ist ein Spezialtag, an dem die 22-Stunden-Nacht stattfindet, 1999 gegründet geht sie von Sonntagmorgen bis Montag früh. Die Diskothek verfügt über bekannte DJ’s wie Carl Cox, Dave Piccioni und Musikproduzenten wie Azuli Records, die auch den Space Musikmix produzieren. Space feiert auch die After-Hour-Parties von anderen Lokalen und nennt diese dann entsprechend, wie z.B. ‘Manumission Carry On’, die gleich beginnt, wenn Manumission seine Türen schließt.

3. Amnesia:
Amnesia liegt in der Nähe von San Rafael, auf halber Strecke zwischen Ibiza Stadt und San Antonio. Es öffnete in den 70ern und ist eine der originellen Diskotheken Ibizas. Eigentlich war es eine Open Air Disco, jedoch setzten Gesetze über Lärmbelästigung ein Dach darauf. Sie ist bekannt für ihre Schaumparties, La Troya (Glimmer/Schwul) Parties und Cocoon (Techno) Parties, mit DJs wie Sven Vath, Armin von Buuren, Les Schmitz, Tiesto und Pail van Dyk. Der Ausblick vom VIP Balkon ist unschlagbar, am Tisch gleich hinter den Gogo Tänzern, wenn lange Kanonenrohre die Tanzfläche direkt unterhalb des Balkons mit Schaum füllen.

4. Privilege:
Privilege, früher als Ku bekannt, liegt in der Nähe von San Rafael, nur eine 1 Minute Fahrt von Amnesia entfernt. Wie auch Amnesia öffnete sie in den 70ern als Open Air Disco und verfügt wie Pacha über verschiedene Räume mit verschiedenen Stilen. Sie wirbt mit einem Swimming Pool im Innenbereich und kann etwa 15 000 Menschen aufnehmen. Es ist die größte Diskothek Europas, vielleicht sogar der Welt. Im Coco Loco Raum hat man den Eindruck unter freiem Himmel zu sein wenn die Sonne aufgeht, denn der Raum hat Glaswände und riesige Ventilatoren.

Ihre berühmteste Party ist die „Manumission", ein echtes Spektakel und ein Must für jeden, der in Ibiza in die Disko geht. Fat Boy Slim steht hinter den Plattenspielern in den Bädern. Ein riesiger Ballon, in dem ein Zwerg sitzt wird von der Bühne auf die Menschenmenge geworfen, die ihn auf ihren Händen in der Luft durch den Saal gleiten lassen Es gibt Feuerwerke, Seifenblasen, Spektakel, Tänzer, Sie werden schon sehen. Jeder Diskotheken Promoter sollte sich hier inspirieren. Es ist möglicherweise die beste Annäherung an das Studio 54 Phänomen unserer Zeit. Am Ende der Saison 2007 erschien Manumission im Amnesia, aber glücklicherweise war das nur vorübergehend. Wir werden sehen was zu Beginn der Saison 2008 geschehen wird.

5. El Divino:
El Divino wurde 1992 eröffnet, im Puerto Ibiza Nuevo, auf der anderen Seite vom Hafen von Ibiza Stadt, wo alle „Befores“ auf der Südseite der Insel stattfinden.
Diese Diskothek ist weitgehend als Option der Extraklasse bekannt, ein wenig zu spießig für die ernsthaften Diskogänger, die von der Insel angezogen werden. Dieser Ruf stammt noch aus der Vergangenheit, denn eigentlich ist es nur der Standort, der sie spießig macht. Sie hat einen wunderbaren Ausblick, jedoch ist sie von Innen ziemlich vergammelt, eben noch Überreste aus den späten 80ern. Aber dies ist nur ein weiteres Beispiel von dem, was man auf der Insel findet. Denn abgesehen davon, dass El Divino eine Diskothek ist, ist es ebenfalls ein Restaurant, auf der Terrasse, welches täglich von 20.30 bis 01.30 Uhr geöffnet ist. Die Atmosphäre ist genial. Während man zu Abend isst, hat man einen wunderbaren Blick auf den Hafen und die Kathedrale von Dalt Vila und man sitzt direkt am Wasser.

Text courtesy of ‘Ibiza Virgin: A study of the island and its clubbing cluture’ by Jennifer Eric

6. Eden:
Eden, früher als Kaos bekannt, liegt direkt am Wasser in San Antonio, gegenüber dem Hafen. Sie hat Platz für 5000 Menschen und öffnete 2000 unter dem Namen Eden. Hier finden sich vorwiegend Briten ein und die Parties sind auf dieses spezielle Zielpublikum ausgerichtet. Andere Nationalitäten stehen nicht so sehr darauf, wie z.B. auch auf Tim Westwood (vom britischen MTV) und sein „Invasion“. Weitere Highlights sind „Helter Skelter“ und „Retro" und die Samstag Nacht „Shower Party“.

7. Es Paradis:
Es Paradis liegt neben dem Eden, direkt am Wasser in San Antonio, gegenüber dem Hafen. Es wurde 1975 eröffnet und hat die Form einer Pyramide aus Glas. Sie ist eine von San Antonios Sehenswürdigkeiten. Hier findet zweimal die Woche die berühmte „Wasserparty“ statt, bei der die Tanzfläche zum Swimming Pool wird und die Leute sich ausziehen, um dort einzutauchen.

8. Penelope:
Ein Newcomer war 2005 das Penelope, nur ein paar Blöcke von Pacha entfernt und ein paar Minuten von El Divino. Es strebt den Ruf des „achten Wunders“ von ibizenkischem Nachtleben an. Es öffnete am 24 Juni 2005 und hatte zu der Zeit Platzt für 2000 Besucher.

9. DC10:
Diese Diskothek ist von etwas abstrakter Natur. Sie ist nur an Montagen und auch nur tagsüber geöffnet und an ein paar Mittwochen während der Saison. Sie liegt an der Hauptstrasse zwischen Playa D’en Bossa und Salinas, in einem diskreten Gebäude, das einsam and der Strasse steht. Gerüchte besagen, dass sie ihren Namen von einem Flugzeug hat, welches vor langer Zeit in das Gebäude gekracht sei. Nur ein Gerücht, eine Legende der Stadt? Ich weiß es nicht, aber sie liegt nah genug an der Landebahn, um wahr sein zu können. Das Ambiente ist roher, es gibt keine VIP Zone, keinen Tischservice: das Publikum ist völlig gemischt. Montagmorgen beginnt ihre berühmte „Circo Loco“ Party. Da der Platz begrenzt ist wird häufig schon wenige Stunden nach Beginn kein Einlass mehr gewährt, denn es wird schnell zu voll. An 5 Nächten mittwochs, während der Sommersaison, war Timo Maas der ansässige DJ und die Besucher waren Fans von seinem harten Musikstil.

Text courtesy of ‘Ibiza Virgin: A study of the island and its clubbing cluture’ by Jennifer Eric
 
 
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